Was kostet ein Detektiv?

Für Detektive gibt es keine Gebührenordnung. Das bedeutet, dass die Kosten Verhandlungssache sind. Je nach Professionalität können die Preise für die Beauftragung von Detektiven recht unterschiedlich sein.

Wesentliches Merkmal ist aber der Gegenstand des Auftrags.

Rechenbeispiel für die Beauftragung eines Detektivs

Gehen wir im nachfolgenden Rechenbeispiel von einem Tagessatz (8 Stunden) von 500 Euro aus.

Nehmen wir weiterhin an, Sie verdächtigen eine Person, Waren aus Ihrem Unternehmen zu entwenden und an Dritte zu verkaufen.

Wir beauftragen also einen Detektiv mit der Beschattung dieser Person und der Aufklärung dieses Falls.

Idealerweise haben Sie einen Anhaltspunkt, z.B. wissen Sie, dass immer am Wochenende Ware verschwindet.

Ein Detektiv können nun also eine zeitweise Videoüberwachung Ihres Lagers installieren. Eine versteckte Überwachungseinrichtung ist zulässig, wenn und solange ein konkreter Verdacht besteht.

Der Detektiv installiert also Mikrokameras, z.B. integriert in Feuermelder. Aber die Person, die Ware entnimmt, muss auch noch überführt werden. Es soll also ein Wochenende überwacht werden und ggf. eine Person, die Waren entnimmt, beschattet werden.

Für diese Beschattung sind rund um die Uhr drei Schichten à 2 Detektive erforderlich. Der Grund für die Doppelbesetzung ist, dass eine Pause für jeden einzelnen möglich ist, aber trotzdem lückenlos beobachtet werden kann. Bei Verfolgungsfahrten muss zudem einer dokumentieren, filmen oder fotografieren, während der zweite fährt.

Somit hätten wir 2 Wochenendtage, 3 Schichten und 2 Mann Besetzung = 12 Manntage; bei 500 Euro pro Tag also 6.000 Euro. Hinzu kommen Fahrtkosten, ggf. Spesen, Gebühren für Fotos und sonstiges Beweismaterial, Kameraüberwachung und sonstige Ausgaben.

Im Nachgang zur Beschattung wird die Detektei eine Dokumentation anfertigen und auch diese erfordert Zeit.

Geschätzt würde also eine einfache Beschaffung über 2 Tage ca. 10.000 Euro kosten. Je nach technischer Ausstattung können die Kosten aber auch auf 20.000 Euro wachsen.

Sollte an diesem Wochenende nichts passieren, d.h. kein Mitarbeiter Ware entnehmen, muss der Einsatz ggf. wiederholt werden.