Wirtschaftskriminalität

Was ist Wirtschaftskriminalität?
Wo kommt sie vor?
Was kann man dagegen tun?

Wirtschaftskriminalität ist Kriminalität, die sich auf die unrechtmäßig Erlangung wirtschaftlicher Vorteile (d.h. in den meisten Fällen: Geld) konzentriert.
Es handelt sich somit um Straftaten, die wirtschaftliche Bezüge aufweisen. Eine Legaldefinition von Wirtschaftskriminalität existiert in Deutschland nicht, daher verwendet das Bundeskriminalamt (BKA) bei der Zuordnung der Straftaten zur Wirtschaftskriminalität auf den Katalog des § 74c Abs. 1 Nr. 1 bis 6b Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) zurück.

Die kriminellen Handlungen können sich dabei gegen Privatpersonen, andere Unternehmen oder den Staat richten.

Die Bandbreite reicht dabei von Diebstahl (materielle Dinge oder geistiges Eigentum), Betrug, Erpressung bis hin zu Gewaltverbrechen mit dem Ziel, Geld oder wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

Relevante deutsche Strafvorschriften sind u. a. die Abgabenordnung, das Strafgesetzbuch (teilweise), das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, das Geldwäschegesetz und das Wertpapierhandelsgesetz.

Die wirtschaftliche Entwicklung, neu verfügbare Technologien (insbesondere das Internet) und das Zurückdrängen von rechtlich-verbindlichen Dokumentations- bzw. Formvorschriften haben zu einer neuen Dimension von Wirtschaftsdelikten geführt.